BÖHMISCHE SCHWEIZ und ELBSANDSTEINE-Beschreibung&Fotos

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Böhmische Schweiz ist die Bezeichnung für ein außerordentlich reizvolles und touristisch sehr attraktives Gebiet im Norden Böhmens, und zwar an der Stelle, wo die Elbe die Staatsgrenze passiert. Weiter nach Norden, auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland (Freistaat Sachsen setzt sie sich mit einer fast doppelt so großen Ausdehnung als die Sächsische Schweiz fort.

Wie gelangte gerade hierher, an die Elbe, die Bezeichnung "Schweiz"?

Der Name wurde im 18. Jahrhundert erstmals verwendet. 1776 kamen zwecks Rekonstruktion der dortigen Galerie zwei schweizer Fachleute nach Dresden - der Maler Adrian Zinng und der Graveur Anton Graff. In ihrer freien Zeit unternahmen beide Ausflüge in die Umgebung, insbesondere zu den wilden Felsen an der sächsischböhmischen Grenze, in ein fast unbewohntes und unerforschtes Gebiet. Hier entdeckten sie immer schönere und romantischere Flecken, die sie auf Bildern festhielten, und über welche sie begeistert zu Hause erzählten. Schon bald kamen auf Entdeckungsreise auch weitere ihrer Freunde hierher. Beide Künstler lehnten eine Rückkehr nach Hause ab und beteuerten scherzhafterweise, daß sie ihre Schweiz hier gefunden haben. Dieser Vergleich faßte schnell Fuß und bereits seit 1785 heißt diese Landschaft Sächsische Schweiz. Nach der Entstehung der Tschechoslowakischen Republik wurde das Gebiet in zwei Teile geteilt - die Sächsische und die Böhmische Schweiz.

Das Gebiet ist fast identisch mit dem Landschaftsschutzgebiet "Elbstandsteine", zu welchem es 1972 erklärt wurde. Zusätzlich dazu umfaßt es im Osten die Umgebung von Chřibská (Kreibitz) und Krásná Lípa (Schönlinde), im Norden aber gehört ein kleines Gebiet in der Nähe von Mikulášovice (Nixdorf) nicht dazu. Gegen wärtig ist die Gestaltung eines Nationalparks in Vorbereitung.Grenzorte sind also: Tisá (Tissa) - Libouchec (Königswald) - Jílové (Eulau) Děčín (Tetschen) - Huntířov - Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz) _
Rynartice (Rennersdorf) - Chříbská (Kreibitz) - Doubice (Daubitz) Kyjov (Khaa) - Vlčí hora - Brtníky - Brtnický potok, nach Norden dann die Staatsgrenze zu Deutschland.

Orographisch gehört der überwiegende Teil des Gebiets zum Deciner Hochland (und damit zum Erzgebirgsmassiv) mit seinen zwei Hauptteilen, den Deciner und Jetrichovicer (Dittersbacher) Wänden. Nur der östlichste Teil befindet sich auf Ausläufern des Hügellands von Šluknov (Schluckenau) und zu den Lausitzer Bergen. Der höchste Punkt der beschriebenen Region ist der Děčínský Sněžník (Hoher Schneeberg, 723 m), der deutlich die anderen Gipfel auf dem linken Elbufer wie Nad stěnami (Auf der Wand, 623 m), Holý vrch (Kahleberg, 528 m), Okrouhlík (Scheibekoppe,494 m), Mrchoviště (466 m) und Vrásník (Lachenberg, 427 m) überragt. Auf dem rechten Ufer der Elbe dominiert der Basaltkegel des Růžovský vrch (Rosenberg, 619 m). Zu den weiteren bedeutenden Gipfeln gehören Spravedlnost (533 m), Vápenný vrch (548 m), Vlčí hora (581 m), Popovičský vrch (530 m), wie auch einige Höhen, die aus Gruppierungen von Sandsteinfelsen herausragen - Kamenný vrch (bei Krásná Lípa, 509 m), Sokolí vrch (491 m), Jedlina (490 m), Bor (487 m), Ostroh bzw. Rudolfův kamen (Rudolfstein, 484 m), Suchý vrch (481 m), Hřebec (478 m), Vosí vrch (Wespenberg, 476 m), Mlyny (475 m) u.a. ;,

Touristisch am attraktivsten und auch am meisten besucht ist das Gebiet der Sandsteinfelsen, die an manchen Stellen zusammenhängende Felsenstädte (bei Tisa, Ostrov und Jetřichovice), aber auch wilde Schluchten, überhängende Höhlen und bizarre Felsengebilde (Pravčická brána - Prebischtor) bilden.

Die geologische Grundlage für die Elbsandsteine sind Meeresablagerungen aus dem Mesozoikum (Kreide) und durchweg cenomanische und turonische Sandsteine. Sie entstanden durch das Absetzen von Quarzsand auf dem Grund der Urmeere. Nach dem Rückgang des Meeres waren die weichen Sandsteine den Wassereinflüssen an der Erdoberfläche ausgesetzt; die weicheren Teile wurden schrittweise zerkleinert, festere Massen hielten stand, verdichteten sich und wurden zur Grundlage der heutigen Sandsteingebilde. Durch Witterungseinflüsse erhielten diese die Form der heutigen Felsentürme, Wände, Kamine, Schluchten, Canon's und Klamms, Höhlen und Uberhänge. Somit stellt sich uns heute die Deciner Landschaft als eine Landschaft in drei Etagen vor: die oberste Etage bilden Tafelberge (Děčínský Sněžník) und hohe Felsenkämme, die eine Höhe um 450 m ü.d.M. erreichen. Schroffe, oftmals senkrechte Felshänge fallen in die zweite Etage, die von gewellten Ebenheiten in einer Höhe um 350 m ü.d.M. gebildet werden (Ebenheit von Býnovec). Die untere Etage oder besser der Keller ist der Grund der wild eingeschnittenen Täler, die den Charakter von Canon's bzw. Klamms haben (Elbe, Kamnitz, Kirnitzsch).

Der bedeutendste Wasserlauf des Gebiets ist die Elbe, die die Achse der Böhmischen und Sächsischen Schweiz bildet. Der größte Zufluß von links ist der Jílovský potok (Eulauer Bach), weniger wasserreich ist der Ostružník (Straußbach). Größere Zuläufe nimmt die Elbe von rechts auf - in Děčín ist das die Ploučnice (Polzen oder Pulsnitz), weiter dann die Suchá Kamenice (Dürrkamnitzbach) und die Kamenice (Kamnitz). In der Kamenice sammelt sich der Großteil der Wasser im östlichen Teil des beschriebenen Gebiets. Zu deren größten Zuläufen gehört der Býnovecký potok, die Chřibská Kamenice, die Jetřichovická Bělá (Große Biela) und die Dlouhá Bělá (Lange Biela). Aus dem am nördlichsten gelegenen Gebiet bringt der Bach Křinice (Kirnitzsch) das Wasser. Sie bildet zwischen Zadní Doubice (Hinterdaubitz) und Zadní Jetřichovice (Hinterdittersbach) die Staatsgrenze, biegt dann auf deutsches Gebiet ab und fließt von rechts bei Bad Schandau in die Elbe. An stehenden Gewässern ist die Böhmische Schweiz verhältnismäßig arm. Erwähnenswert ist eine kleine Talsperre an der Chřibská Kamenice bei Horní Chřibská, der einzige größere Teich ist der bei Oleška (12 ha) in der Umgebung von Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz).

Einige Wasserläufe können Touristenattraktiv befahren werden: mit dem Motorboot können Sie von Děčín nach Hřensko (Herrnskretschen) gelangen, Kahnfahrten sind auf der Tichá und Divoká soutěska (Wilde und Stille, bzw. Edmundsklamm) möglich.

Der Großteil des Deciner Hochlands wird von Fichten- und Kiefernwäldern bedeckt. Dort, wo über das Sandgestein Basalt hervortritt, taucht Buchen- und Eichenbewuchs auf. In der Region wachsen auch eine Reihe seltener und geschützter Pflanzen, wie der Rote Fingerhut, der Sumpfporst, der Tannenbärlapp, das Zweiblütige Veilchen, die Akeleiblättrige Wiesenraute, der Englische Blätterfarn, die Scheidige Wollbinse, die Moosbeere, usw.

Die ersten, die sich in der Umgebung von Děčín auf Dauer seßhaft machten, waren Völkerstämme der Lausitzer Kultur (Buckelurnenfelder des Lausitzer Typus), die am Ende des 2. Jahrtausend v.u.Z. hierher kamen. Im 4. Jahrhundert v.u.Z. wurden diese vom kriegerischen Keltenstamm der Bojonen, deren Siedlung Nomisterion wahrscheinlich auf dem Gebiet des heutigen Decins stand, abgewechselt. Zwei Jahrhunderte später wurden diese wiederum von den Germanen verdrängt. Zu Beginn des 6. Jahrhunderts besiedelten dann endgültig Slawen, insbesondere der Stamm der Decaner das Gebiet. Im Laufe der Zeit wurden die Decaner in den sich neu formierenden Premysliden-Staat eingegliedert. Zentrum der Region war ab dem 10. Jahrhundert die Burg Děčín, unter welcher sich schrittweise eine Ansiedlung bildete. Diese wurde ab der Mitte des 13. Jahrhunderts zur Stadt. Mit der fortschreitenden Besiedlung des Grenzgebiets entstanden neue Siedlungen, zu deren Schutz und zum Schutze der alten Handelswege wiederum Burgen errichtet wurden.

Programmbeispiele für Gruppenfahrten

Hier zeigen wir Ihnen nur einige Beispiele für Ihre Orientierung, die Vorschläge entsprechen unserer Erfahrung nach, den meisten Wünschen. Natürlich werden die Programme /auch Spezialprogramme/ nach Ihrem Wunsch zusammengestaltet, sowie nach der Art Ihrer Gruppe. Es ist kein Muß für Sie, die Ausflüge so zu machen, wie hier angeführt sind, es bestehen auch verschiedene Kombinationen. Sie können sich bei vielen Reisen entscheiden, ob Sie den Reiseleiter brauchen oder nicht, die Ausflüge können sie auch mit Ihrem eigenem Bus oder Minibus machen. Wir helfen Ihnen dabei mit Rat und Tat - z.B. mit Reservierungen und Kartenmaterial. Die Preise für die Busfahrt sind natürlich von der Abfahrtsort abhängig. Zu jedem Aufenthaltsort geben wir Ihnen allerdings die konkreten Preise bekannt. Allerdings einige Programme sind nur an bestimmten Wochentagen, bzw. in der bestimmten Jahreszeit möglich, einige müßen relativ früh im voraus reserviert werden. Wir beraten Sie gerne.

1.Tag: Anreise, Begrüßung vor Ort, Hilfe mit der ersten Orientierung, Programminformationen
Programmvorschläge :
Rundfahrt Böhmische Schweiz
/Busfahrt, Wanderung mit Kanufahrt Hřensko- Edmundsklamm - Prebischtor-Hřensko/
Wanderung Tyssaer Wände mit der Stadt Děčín-Tetschen
/Busfahrt, Wanderung Tissauer Wände und Hoher Schneeberg, kurzer Besuch in Tetschen/
Besuch einer Glashütte mit Probeblasen
/Busfahrt, Besuch einer Glashütte, Probeblasen, Besuch des Glasmuseums/
Rundfahrt Isergebirge
/Busfahrt , Kabinenlift hoch zum Jeschken, kurze Wanderung, Besuch des Tierparkes oder des Botanischen Gartens, Stadtbummel, Besuch des Unterhaltungszentrums Babylon, Besuch der Schwimmhalle mit der großen Rutsche oder des Aquaparkes möglich/
Ausflug nach Prag
/Busfahrt , Rundgang mit RL :Prager Burg, Karlsbrücke, Altstädter Ring, Wenzelsplatz,Stadtbummel, Freizeit/
Brauereibesichtigung
/ Busfahrt, Besuch einer Brauerei mit Führung und Verkostung/
Verschiedene Wanderungen
/ev. Busfahrt, ev. RL, z.B. um Žleb und Belveder./