Kleine Fatra
Das Gebirge befindet sich im Nordwesten der Slowakei. Ungefähr in der Mitte des Gebirges durchbricht den Hauptkamm der Fluß Váh und bildet einen 12 km langen, Streènianská suteska genannten Engpaß.Im Mittelalter bewachten den durch den Engpaß führenden Handelsweg die Burgen Starý hrad und Streèno.
Der höchste Gipfel ist der Velký Fatranský Kriváò - 1709 m im nördlichen Teil des Bergzugs. Er ist von der Bergstation des Sessellifts aus dem größten Zentrum der dortigen Touristik, aus dem Tal Vrátna dolina erreichbar. In den Kalksteingebirgen entstanden wilde felsige Engpässe und Schluchten. Bei Šútovo ist ein 38 m hoher Waserfall. Der ganze nördliche Teil des Gebirges wurde zum Nationalpark erklärt.
Der Südteil der Kleinen Fatra dominiert dem Kessel Turèianská kotlina mit der Stadt Martin. Von dort
führt in das Martinské hole genannte Gebiet ein Sessellift. Der höchste Gipfel Velká ¼úka - 1476 m ist kahl und bietet einen weiten Ausblick. Den ganzen Hauptkamm entlang führt ein rot markierter Touristenweg, eine Wanderung von Zázrivá über Velký Fatr.Kriváò, Streèno, den Berg Velká Luka in den Satel Falèovské sedlo - ist 72 km lang und viellerorts von Sesselliften erreichbar.
Terchová- Sommerulaubs- und Wintersportzentrum ist der Geburtsort des legendären Räuberhauptmanns und slowakischen Volkshelden Juraj Jánošík
Zázrivá - beliebtes Erholungsgebiet, Volksarchitektur
Große Fatra
Gebirge in der Mittelslowakei zwischen den Städten Ružomberok, Banská Bystrica und Martin. Die Kämme des Gebirges ziehen sich in nordsüdlicher Richtung hin, sie sind in den höchsten Lagen zum Großteil kehl, der höchste Berg Ostredok ist 1592 m hoch. Wälder bedecken 90 % der Fläche, vorwiegend Buchen- und Fichtenbestände.
Hier findet man auch die größte Konzentration von Eiben in ganz Europa. Im Gebirge leben etwa 50 Bären.
Die Große Fatra ist ein geschütztes Landschaftsgebiet. Den Zugang vom Norden erleichtert die Kabinenseilbahn von Ružomberok zum Wintersportzentrum auf dem Berg Malino (1209 m). Bis auf den Kamm Smrekovica (Erholungsgebiet) sind die Kämme des nördlichen Teils des Gebirges zum Großteil bewaldet.
Zu den:höchsten Gipfeln des zentralen Teils des Gebirges gehören die Berge Rakytov (1 567 m), Ploská (1 532 m) und Borišov (1 510 m, unter dem Gipfel eine Gebirgsbaude). Der besuchteste südliche Teil des Gebirges kann am besten mit dem Sessellift aus Turecká in der Nähe von Banská Bystrica erreicht werden. Ein bequemer Weg führt durch das Tal Bystrická dolina aus Harmanec (Karstgrotte) zum Hotel unter dem Berg Kral'ova studòa (1 384 m). Den ganzen Kamm kann man zu Fuß auf markierten Wanderwegen in 2 - 3 Tagen durchwandern. Die vom Westen her zu den Kämmen führenden Täler sind lang und weisen Karsterscheinungen auf {am schönsten ist das Tal Gaderská dolina mit einer wertvollen, seltenen Flora).
Volksarchitektur ist insbesondere in der Ortschaft Vlkolinec (südlich von Ružomberok, 40 Holzbauten) und in Liptovské Revúce erhalten geblieben. Am Rand des Gebirges sind kleine Kurorte:Lubochòa und Turèianské Teplice.